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| 9.So.i.J.-A-2005-Pfr. Lampl |
| Predigt |
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Predigt am 9. Sonntag im J. A - 2005
Ein Haus voll Glorie, so haben wir gesungen. Jesus verwendet gerne einfache Beispiele aus dem Alltag, vom Ackerbau, von den Pflanzen von den Tieren, aus dem Geschäftsleben und eben auch vom Hausbau, wo sich jeder gut auskennt wie Jesus selbst, der lange als Bauhandwerker im Betrieb seines Vaters tätig war. Ist er nicht des Zimmermanns Sohn? (Mt 13,55)
Entscheidet selbst, mein Jesus, ob das, was ich Euch sagte, vernünftig oder unvernünftig ist.
Dieses Beispiel vom unvernünftigen Häuserlbauer bringt Jesus am Ende der Bergpredigt. Jeder weiß, je größer ein Haus werden soll, um so tiefer muss man, möglichst bis auf Felsengrund hinunter graben. Wolkenkratzer gibt es fast nur auf Felsengrund.
Nicht Vorwurf oder Ermahnung sollte die Bergpredigt sein, sondern eine Ermutigung, über die längst bekannten 10 Gebote hinaus, zu einer neuen Großzügigkeit, zu andauernder Versöhnungsbereitschaft, zu mehr dankbarer Liebe untereinander, selbst zu den Feinden, die oft ehrlicher sind als die Freunde.
Die Bergpredigt ist mit ihren Seligpreisungen eine Ermutigung zu einer ungeheuchelten Gottesliebe, die sich dankbar für Gottes Geschenke zeigt und sie bewahrt, die Schöpfung, die Pflanzen, Tiere oder Menschen. Ermutigung, mehr Freude am Leben zu haben und diese auch allen Menschen zu gönnen.
Letztlich geht es Jesus um eine intuitive Vernunft des Herzen, die den Menschen zeigt, was näher oder weiter weg ist vom Willen Gottes, für eine gute Entwicklung des einzelnen Menschen oder der ganzen Welt.
Diese gute Entwicklung kann nach Jesus nicht erzwungen werden, schon gar nicht durch blutige Revolutionen oder Terror, sondern nur durch Dienst an der Gemeinschaft, so wie Gott es will. Nicht umsonst steht im Zentrum des christlichen Glaubens die Menschwerdung Gottes, der nicht als Herrscher oder Gesetzgeber gekommen ist, sondern als Diener aller, der sich lieber kreuzigen ließ, als seine Botschaft zu verwässern:Folgt mir nach im Dienst des Vaters! |
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