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| Fronleichnam 2005 |
| Predigt |
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Fronleichman 2005-05-26
Begrüßung: Herzlichen Gruß an alle. Besonders an die Vertreter der Gemeinde und der Vereine. Habe persönlich eingeladen, an diesem Fest der Gemeinsamkeit teil zu nehmen.
Heute ist Fronleichnam durch das Wetter besonders schön. Aber auch bei Schlechtwetter haben wir schon den Beweis der Standfestigkeit gegeben.
Wir können selbstbewusst sagen, dass durch viel freiwilligen Einsatz und durch die Kirchenbeiträge die Kirche in Österreich weiter existiert und ca. 2000 Gebäude allein in der Steiermark vor dem Verfall bewahrt werden.
Die Kirche und die kirchlichen Bräuche leben und bleiben am Leben, nur durch uns. Gott sei Dank! Für unser teilweise mangelhaftes christliches Selbstbewusstsein bitten wir den Herrn um sein Erbarmen:
Predigt:
Die Fronleichnamsprozessionen mit Blasmusik, Fahnen, Kerzenleuchtern Weihrauchduft oder Glockengeläute sind landauf landab eine unüberhörbare Einladung an Jung und Alt, Gläubige und Skeptiker, Besinnliche und Schaulustige wahrzunehmen, was schon der alte Psalmist sagte(Ps 34,9) Schmeckt und seht, wie freundlich GOTT ist.
Alle Religionen preisen die Freundlichkeit Gottes, aber Christen wagen zu behaupten, dass sie in Jesus Christus „Fleisch und Blut“ geworden ist.
Und wenn die Christen hl. Messe feiern, rufen sie diesen Jesus in ihre Mitte, „begreifbar und verkostbar“ in den Gestalten von Brot und Wein.
Unsere mittelalterlichen Vorfahren nannten das hl. Brot, das unsere Erstkommunikanten vor kurzem zum ersten Mal genießen durften, Vronlichnam = Herrenleib, längst bevor es in einer Monstranz (Schaugefäß) bei Umzügen mitgetragen wurde und es einen eigenen Festtag dieses Namens gab.
Ursprünglich wurde nur an einem Tag im Kirchenjahr besonders der Einsetzung der Eucharistie gedacht: Am Gründonnerstag. Da aber der Ernst der Karwoche lauten Festjubel nicht zuließ, entstand im 13. Jahrhundert auf Anregung der hl. Juliane von Lüttich das Fronleichnamsfest.
So wurde der Donnerstag nach der Pfingstwoche zum „fröhlichen Gründonnerstag“, der mit der gewünschten Prachtentfaltung gefeiert werden konnte.
Über die ganze Schöpfung, über Felder und Fluren, Dörfer und Städte wird an diesem Tag Gottes Segen ausgerufen.
Das Fronleichnamsfest ermuntert zu dankbaren Genuss der schönen Dinge dieser Welt und verweist zugleich auf DEN, der allein im Stand ist, alles, was wir versäumt haben, aus zu gleichen, der allein den ganzen Hunger und alle Sehnsucht des Menschenherzens stillen kann. Amen. |
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